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Haushalt

Der kommunale Haushalt betrifft alle Bürgerinnen und Bürger. Er ist das zentrale Steuerungsinstrument einer Kommune. Er legt fest, welche Einnahmen zur Verfügung stehen und wofür sie verwendet werden. Er bildet damit die Grundlage für die Finanzwirtschaft der Stadt. Der Haushalt schafft zudem Transparenz darüber, wie öffentliche Gelder verwendet und welche Ziele damit verfolgt werden. Er wird jährlich geplant, beraten und beschlossen und unterliegt klaren rechtlichen Vorgaben sowie einer laufenden Kontrolle.

Wir erklären hier die wichtigsten Grundlagen des kommunalen Haushalts und beantworten häufige Fragen.

Fragen und Antworten zum Haushalt

Haushaltsplan 2026

Der Entwurf des Haushalts für das Jahr 2026 wurde in der Gemeinderatssitzung am 28. Januar 2026 von Bürgermeister Christoph Oeldorf eingebracht. Zwei Monate später, in der Sitzung am 25. März 2026, wurde der Haushalt vom Gemeinderat beraten und beschlossen. Das Kommunalrechtsamt hat die Gesetzmäßigkeit des städtischen Haushalts mit Verfügung vom 08. April 2026 bestätigt und die genehmigungspflichtigen Teile genehmigt. Die Haushaltssatzung wird von Donnerstag, 16. April 2026, bis Freitag, 24. April 2026, öffentlich im Rathaus ausgelegt.

Den Haushaltsplan finden Sie im Ratsinfosystem.

Beschreibung Ergebnis
Ordentliche Erträge 49.331.725 Euro
Ordentliche Aufwendungen 49.879.445 Euro
Ordentliches Ergebnis - 547.720 Euro
Beschreibung Änderung Finanzierungsmittel
Einzahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 48.660.575 Euro
Auszahlungen aus laufender Verwaltungstätigkeit 47.044.295 Euro
Einzahlungen aus Investitionstätigkeit 7.700.000 Euro
Auszahlungen aus Investitionstätigkeit 10.092.200 Euro
Einzahlungen aus Finanzierungstätigkeit 2.392.000 Euro
Auszahlung aus Finanzierungstätigkeit 1.443.000 Euro

Die Liquidität des Kernhaushalts liegt nur knapp über der gesetzlichen Mindestliquidität. Hinzu kommt eine überdurchschnittlich hohe Verschuldung der Stadt, wodurch sie einer hohen Zins- sowie Tilgungsbelastung ausgesetzt ist. Durch umfangreiche Kürzungen ist es der Verwaltung gelungen, für das Jahr 2026 einen genehmigungsfähigen Haushalt aufzustellen. Die Ergebnisplanung des Kernhaushalts weist ein negatives Jahresergebnis von 547.720 Euro aus.

Schon gewusst...?

  • Haushaltsvolumen: Der städtische Haushalt beläuft sich auf rund 50 Millionen Euro.
  • Verschuldung: Der Schuldenstand der Stadt liegt zum 31. Dezember 2025 bei rund 48 Millionen Euro. Damit liegt die Pro-Kopf-Verschuldung bei 3.186 Euro.
  • Einnahmen: Der Hauptanteil an Einnahmen kommt aus dem Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer, den Zuweisungen aus dem Finanzausgleich, Zuschüssen und Gemeindesteuern sowie Benutzungsgebühren und sonstigten Entgelten.
  • Größter Ausgabenposten: Der größte Ausgabenbereich ist der Personalbereich mit 14,5 Millionen Euro im Jahr (29 % des Haushaltsvolumens). Die Stadt Schriesheim beschäftigt über 220 Personen. Im Bereich der Kindergärten gibt es die meisten Arbeitnehmer.
  • Pflichtaufgaben und freiwillige Leistungen: Rund 85 % des Haushalts sind für die Stadt gesetzlich verpflichtende Aufgaben. 15 % fallen in die freiwilligen Aufgaben.
  • Investitionen: Die größte bauliche Investition im Jahr 2026 wird im Bereich des Neubaus des Kindergartens in der Conradstraße geplant. Hierbei wird mit Auszahlungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro gerechnet. Im Verlauf des Jahres 2026 sollen planmäßig etwa 9,85 Millionen Euro investiert werden. Dies entspricht einer Investitionssumme von 650 Euro je Einwohner.
  • Was kostet was?: Die Straßenreinigung kostet pro Jahr 190.000 Euro, ein neuer Spielplatz je nach Größe und Ausstattung etwa 300.000 Euro, die Pflegekosten für Parks und Grünanlagen belaufen sich auf etwa 650.000 Euro und beim Schulzentrum fallen ohne Zuschüsse 2,4 Millionen Euro - mit Zuschüssen etc. 600.000 Euro - pro Jahr an. Die Kosten für einen Kindergartenplatz pro Kind belaufen sich auf rund 13.900 Euro jährlich. Abzüglich der Landeszuschüsse und -erstattungen sowie der Elternbeiträge erhält die Stadt einen Teil davon zurück. Damit werden rund 4 Millionen Euro der Gesamtkosten im Kindergartenbereich von der Stadt selbst getragen. Zum 01. März 2025 wurden 479 Kinder in den städtischen Kindergärten betreut.
  • Kreisumlage: Die Kreisumlage dient der Finanzierung der Aufgaben des Rhein-Neckar-Kreises (zum Beispiel Straßenbau, Jugend- und Sozialhilfe, Gesundheitswesen). Sie ist von allen kreisangehörigen Gemeinden zu entrichten. Die Kreisumlage berechnet sich aus der Steuerkraftsumme der Gemeinde multipliziert mit dem vom Kreis festgelegten Hebesatz. Bei einem Hebesatz von aktuell 32,75 % sind von der Stadt Schriesheim rund 9 Millionen Euro im Zuge der Kreisumlage zu entrichten.

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