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Grundsteuerreform

Die Reform der Grundsteuer wurde aufgrund einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts im Jahr 2018 notwendig: Danach war die bisher praktizierte Einheitsbewertung nicht verfassungskonform. In der Folge wurde die Grundsteuer per Bundesgesetz neu geregelt. Darüber hinaus wurde beschlossen, dass die Bundesländer vom Bundesgesetz abweichen und eigene Grundsteuergesetze verabschieden können. Baden-Württemberg hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Der Landtag hat das Landesgrundsteuergesetz am 04. November 2020 verabschiedet.

Die bisherigen Regelungen des alten Grundsteuergesetzes gelten übergangsweise noch bis zum 31. Dezember 2024. Ab dem 01. Januar 2025 wird die Steuer nach dem neuen Landesgrundsteuergesetz erhoben.

Im Zuge der Grundsteuerreform müssen die Eigentümerinnen und Eigentümer von Grundstücken eine Grundsteuer-Erklärung, auch „Feststellungserklärung“ genannt, bei dem Finanzamt abgeben. Die Grundsteuererklärung ist grundsätzlich elektronisch, beispielsweise über das Portal der Steuerverwaltung „ELSTER“, einzureichen. Die Übermittlung muss bis 31. Oktober 2022 erfolgen.

Zur Abgabe der Feststellungserklärung benötigen Sie folgende Daten:

  • Aktenzeichen: zu finden auf dem bisherigen Einheitswertbescheid des Finanzamts, Grundsteuermessbescheid des Finanzamts oder Grundsteuerbescheid
  • Eigentumsverhältnisse: nachweisbar über Grundbuchauszug (Grundbuchabschrift). Die Bestellung von Grundbuchabschriften ist bequem online bei der Grundbucheinsichtsstelle der Stadt Schriesheim möglich
  • Grundstücksfläche: zu finden auf dem Einheitswertbescheid des Finanzamts, dem Kaufvertrag, im Grundbuchauszug oder über das Bodenrichtwertinformationssystem BORIS-BW
  • Bodenrichtwert: abrufbar über das Bodenrichtwertinformationssystem BORIS-BW ("Bodenrichtwerte Grundsteuer B" auswählen)
  • Nutzungsart: Wohnen oder Nicht-Wohnen