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Schnelle Hilfe mit DefibrillatorenWie Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) funktionieren und wie Erste Hilfe Leben retten kann

Ein Automatisierter Externer Defibrillator (AED) ist ein tragbares medizinisches Gerät, das insbesondere bei plötzlich auftretendem Herzstillstand Leben retten kann. Die Geräte analysieren den Herzrhythmus einer bewusstlosen Person und geben – wenn nötig – lebensrettende Elektroschocks ab. Je nach Gerätetyp erfolgt die Schockabgabe vollautomatisch oder halbautomatisch (per Knopfdruck durch die Anwenderin oder den Anwender).

AEDs sind an vielen öffentlichen Orten zu finden. Dazu gehören Vereinsgebäude sowie öffentliche Einrichtungen der Stadt. Aber auch an Orten wie Schulen, Bahnhöfen, Flughäfen, und Krankenhäusern sind diese Geräte zu finden. Sie bieten schnelle Hilfe, die Leben retten kann, weil sie für jede Person zugänglich und nutzbar sind.

Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED) sind gut sichtbar angebracht und beschriftet. Dieser ist im Schriesheimer Rathaus zu finden.

Hier sind in Schriesheim Defibrillatoren zu finden

In Schriesheim stehen in den städtischen Liegenschaften insgesamt 12 Automatisierte Externe Defibrillatoren zur Verfügung. Diese lebensrettenden Geräte sind sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen verteilt, um im Notfall schnell erreichbar zu sein. Es gibt weitere Geräte in anderen Einrichtungen wie in Ärztehäusern oder in Fitnessstudios.

Zur besseren Orientierung gibt es eine bildliche Darstellung der AED-Standorte sowie eine detaillierte Auflistung aller Geräte mit Adressen. So wissen Bürgerinnen und Bürger jederzeit, wo sich der nächstgelegene AED befindet.

Übersichtskarte der Standorte mit Defibrillatoren

Erste Hilfe leisten - so geht's

1. Schritt: Ruhe bewahren und prüfen

Ruhig bleiben und die Person laut und deutlich ansprechen. Wenn sie nicht reagiert, sanft an den Schultern rütteln. Reagiert sie nicht, ist sie bewusstlos und weitere Schritte müssen eingeleitet werden.

2. Schritt: Atmung überprüfen

Bewusstlose Person auf den Rücken legen und den Kopf überstrecken. Anschließend sehen (Hebt sich der Brustkorb?), hören (Sind Atemgeräusche zu hören?), fühlen (Ist Luft zu spüren?).

3. Schritt: Hilfe holen – Notruf wählen und AED holen

Entweder selbst den Notruf wählen oder eine umstehende Person direkt ansprechen und ihr sagen, dass sie die Notrufnummer 112 wählen soll. Gleiches gilt für das Holen eines AEDs. Es ist wichtig, klare Anweisungen zu geben.

4. Schritt: Herzdruckmassage beginnen

Wenn die Person nicht normal oder gar nicht mehr atmet, mit der Herzdruckmassage beginnen. Hände übereinander auf die Mitte des Brustkorbs legen und Arme durchstrecken.  Im Rhythmus von Liedern wie „Stayin’ Alive“ von den Bee Gees etwa fünf bis sechs Zentimeter tief senkrecht drücken. So lange drücken, bis ein AED verfügbar ist oder der Rettungsdienst eingetroffen ist.

5. Schritt: AED anwenden

Sobald ein AED zur Verfügung steht, das Gerät einschalten und den Sprachanweisungen folgen. Elektroden, laut Schaubild auf der Packung, auf dem Körper anbringen. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus automatisch und gibt Anweisungen, ob ein Schock durchgeführt werden muss. Wenn dies der Fall ist, vom Körper zurücktreten und Schocktaste drücken (bei halbautomatischen Geräten). Anschließend mit der Herzdruckmassage weitermachen.

6. Schritt: Weitermachen bis Hilfe eintrifft

Die Wiederbelebungsmaßnahmen, gegebenenfalls mit AED, so lange fortsetzen, bis der Rettungsdienst eintrifft, die Person wieder normal atmet oder zu sich kommt. Wenn es mehrere Helfer gibt, bei der Herzdruckmassage abwechseln.

So funktioniert ein DefibrillatorErste-Hilfe-Tutorial: Ein Video der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zur Anwendung eines Defibrillators

Erste-Hilfe-Tutorial: Ein Video der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. zur Anwendung eines Defibrillators.