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![]() Geschichte des Ortsteils-> zurück Altenbach, 6 km von Schriesheim entfernt, mit 2090 Einwohnern (Stand August 2002), liegt im Ursprungsgebiet des gleichnamigen Baches im Odenwald. Am Zusammenfluss von 4 Quellarmen des Altenbachs entstand der Ort. Die Gemarkung erstreckt sich über 5 Höhenrücken, unterteilt durch die 4 Quellbäche und breitet sich über Höhen zwischen 218m und 518m aus. Der Ort verdankt seine Entstehung dem hochmittelalterlichen Landesausbau durch die Herren von Hirschberg/Strahlenberg. Während die übrigen Strahlenberger Besitzungen an die Kurpfalz gingen, kam Altenbach mit Ringes und Hinterheubach an Worms. So wird Altenbach 1401 erstmals in einer Urkunde des Bischofs von Worms erwähnt. Es gehörte damit nicht zur Zent Schriesheim, sondern wurde vom bischöflichen Amt Ladenburg verwaltet und bildete eine Enklave im pfälzischen Territorium. 1705 kam Altenbach zur Kurpfalz. Erst 1745 erhielt der Ort eine eigene Gemarkung, die sich verschiedentlich noch veränderte, vor allem durch Aufnahme der Weiler Kohlhof, Röschbacher Hof und Ringes, der letztere wurde im 19. Jahrhundert als Siedlung aufgegeben. Auf dem Kohlhof liegt in aussichtsreicher Lage mit weitem Blick in die Rheinebene und an klaren Tagen mit Blick bis zu den Pfälzer Bergen die weitläufige Anlage des Naturfreundehauses des Mannheimer Vereins der Naturfreunde. Ursprünglich aus wenigen Höfen bestehend, hat sich der Ortskern von Altenbach erst im 19. Jahrhundert verdichtet. In dieser Zeit wandelte sich der Ort zur Arbeiterwohngemeinde. Ein großer Teil der männlichen Bevölkerung arbeitete vor allem als Steinhauer oder als Bauarbeiter in den Städten der Umgebung. Nach 1948 wurde Altenbach zu einem bevorzugten Wohngebiet und blieb es bis heute, bedingt durch die reizvolle landschaftliche Lage und der gleichzeitigen Nähe zu den Großstädten Mannheim und Heidelberg. Das Wappen der Gemeinde geht auf ein Ortsiegel aus dem Jahr 1752 zurück. Es zeigt: In Blau aus dem Schildrand wachsend ein fußgespartes silbernes Kolbenkreuz. Auf den 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Altenbach im Zuge der baden-württembergischen Verwaltungsreform in die Stadt Schriesheim eingemeindet. Nach der Hauptsatzung der Stadt Schriesheim nimmt der Ortsvorsteher/ die Ortsvorsteherin von Altenbach als beratendes Mitglied an den Sitzungen des Schriesheimer Gemeinderates teil. Die unechte Teilortswahl garantiert Altenbach eine bestimmte Anzahl von Sitzen im Gemeinderat. Nach dem Abriss des alten Rathauses 1991/92 wurde auf dem Dach der 1976 erbauten Mehrzweckhalle ein Gebäude für eine Verwaltungsstelle errichtet. Sie ist mit einer Verwaltungsfachkraft besetzt und täglich geöffnet. Die evangelischen Einwohner gehören seit 1995 als Filialgemeinde zur evangelischen Kirchengemeinde Schriesheim. Der Kirchenbau stammt aus dem Jahr 1896 mit Turm und Vorhalle aus dem Jahr 1964, 1992/93 erfolgte der Bau eines Gemeindehauses am Platz des abgebrochenen alten Rathauses. Die katholische Bevölkerung ist seit 1973 Filialgemeinde der Pfarrei Mariae Himmelfahrt in Schriesheim. Der neuromanische Kapellenbau aus dem Jahr 1896 wurde 1961 abgerissen und durch einen bemerkenswerten modernen Kirchenbau von R. Disse (Plan) und Karl-Heinz Wienert (künstlerische Ausgestaltung) ersetzt. Die Kirche ist St. Michael geweiht. 1976 kam ein Pfarrsaal dazu. Im Schulhaus aus dem Jahr 1912 ist eine Grundschule untergebracht. Es besteht ein Kindergarten. Ein reiches Vereinsleben belebt den Ort, Ausdruck der bei der Eingemeindung garantierten Eigenständigkeit in Kultur, Brauchtum und Sport. Das Kaufverhalten der modernen mobilen Gesellschaft, Einspar- und Rationalisierungsmaßnahmen führten jedoch zu Beginn der 90er Jahre zur Aufgabe eines beträchtlichen Teils an Infrastruktur, so der Schließung von Lebensmittelgeschäften, der Poststelle und einer Reihe alter Gasthäuser. Zu den 600 Jahrfeiern des Ortes 2001 erschien eine ausführliche Ortschronik, verfasst von Konstantin Groß, Journalist bei der Tageszeitung Mannheimer Morgen. Die Chronik trägt den Titel: Vom Bischofs-Gut zum Bungalow, 600 Jahre Altenbach im Odenwald
Literatur: Die Stadt- und Landkreise Heidelberg und Mannheim, Amtliche Kreisbeschreibung, Band II: Die Stadt Heidelberg und die Gemeinden des Landkreises Heidelberg, herausgegeben von der Staatlichen Archivverwaltung Baden-Württemberg, Stuttgart 1968, S. 358 ff. Heinz Flohr, 25 Jahre Stadtteil Altenbach. In: Schriesheimer Jahrbuch 1997. Herausgegeben vom Stadtarchiv Schriesheim im Auftrag der Stadt Schriesheim, S.100 ff. Konstantin Groß, Vom Bischofs-Gut zum Bungalow, 600 Jahre Altenbach im Odenwald. Band I und II: Herausgegeben vom Ortschaftsrat von Altenbach, 2001. |
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