Théo Kerg

 

Théo Kerg, 1909 in Luxemburg geboren, gestorben 1993 in Frankreich, lebte und arbeitete in Paris.

 

Studien: Ecole des Beaux Arts, Sorbonne, Institut d'Art et d'Archéologie in Paris. Schüler von Paul Klee und Meisterschüler von Oskar Moll in Düsseldorf.

 

Zahlreiche Einzelausstellungen in Museen und Galerien in Europa, in den USA, Japan und Kanada.

Internationale Preise und Auszeichnungen, unter anderen:

     1935 Goldmedaille, "Exposition Internationale", Brüssel

     1951 1. Preis,"Biennale Bianco et Nero", Genua

 

In den 30er Jahren abstrakte Malerei: 1933-1937 Mitglied der Gruppe Abstraction Création. 1937 stellt Théo Kerg auf der Weltausstellung in Paris bei Art Mural das erste Materialbild aus.

In den 50er Jahren: "Ecole de Paris" halbfigurative Farb- und Lichträume

 

In den 60er Jahren: Entwicklung des "Taktilismuns". Erstes taktilistisches Werk bereits 1956. Taktilismus heißt: Beseelung der Materie. Charakteristisch ist die Verwendung verschiedener antimalerischer Mittel, die unter dem Einfluss des Lichtes den kraftvollen mauerhaften Charakter des Werkes unterstreichen.

 

Ab 1956 geben Glasgestaltungen, Skulpturen und Kunst am Bau seinem Werk eine neue Dimension.

 

Sein grafisches Werk umfasst die herkömmlichen Techniken und erweitert sich auf sehr plastische Prägearbeiten (Taktilismus). Die Litho-offsets der 70er Jahre erinnern an Computer, Radar und Kybernetik.

 

Von Anfang an spielt das Zeichen eine bedeutende Rolle in Bildern und Grafiken und als plastische Gestaltung.

 

Das bibliophile Schaffen beginnt 1946 mit Paul Eluard, "Dignes de Vivre". Es folgt die Zusammenarbeit mit bekannten zeitgenössischen Dichtern, z.B. Pierre Garnier, Jean Bouhier, Jacinto-Luis Guerena, Odysseas Elytis. Dichtertexte fließen auch in das Werk ein.

 

Das Werk von Théo Kerg zeichnet sich aus durch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Zeitgeschehen und mit menschlichen Lebenssituationen.